Stützpunkte

Im Rahmen des auf vier Jahre angelegten Projekts werden vier Stützpunkte aufgebaut (Regionen Kiel, Lübeck, Flensburg, Neumünster), in denen Know-how gezielt entwickelt und über Lehrerfortbildungen weitergegeben wird. Für die Rolle als Stützpunkt müssen sich Schulen aus den Regionen bewerben. Das IPN koordiniert die Entwicklung der Materialien und Arbeitsformen, gewährleistet die Lehrerfortbildung in Zusammenarbeit mit dem IQSH und evaluiert das Projekt. Zurzeit arbeiten die Gemeinschaftsschule im BZM in Kiel-Mettenhof, die Anna-Siemsen-Schule in Lübeck, die Gemeinschaftsschule Flensburg West , die Gemeinschaftschule Bad Bramstedt und die Poul-Due-Jensen-Schule Wahlstedt aktiv am Projekt mit.



An der Gemeinschaftsschule im Bildungszentrum Mettenhof in Kiel ist das Vorhaben direkt nach Ende der Herbstferien 2007 erfolgreich gestartet. Am 16. Januar wurde es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave konnte sich vor Ort davon überzeugen, mit welcher Begeisterung die 17 Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Versuche - etwa zum Thema "Temperatur" - durchführen, beschreiben und erklären. Dabei konnten die Kinder ihr auch ein ganz besonderes Dokument präsentieren: Um möglichst viele Versuche selbst durchführen zu können, haben sie alle einen "Brennerführerschein" gemacht, für den sie im sicheren Umgang mit Gasbrennern geschult wurden.

Beginnend mit der Klasse 5 wird einmal in der Woche am Nachmittag eine NaWi-AG durchgeführt. Sie dauert jeweils 2 Stunden und ist inhaltlich und methodisch so angelegt, dass sie nicht nur attraktive naturwissenschaftliche Themen behandelt, sondern mit ihr auch eine gezielte Förderung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit und der mathematischen Kenntnisse erfolgt. Als besonderer Höhepunkt wird am Ende des Schuljahres in den Sommerferien ein einwöchiges Forschercamp in der Schule durchgeführt, in welchem Naturwissenschaften - Mathematik - Deutsch die Schwerpunkte am Vormittag bilden; die Nachmittage sind reserviert für unterschiedliche sportliche Aktivitäten. In Klasse 6 wird das Angebot weitergeführt; es endet wiederum mit einem einwöchigen Forschercamp, das für diese Klassen an einem externen Ort durchgeführt wird, so dass ein attraktives Rahmenprogramm realisiert werden kann.

Für die Arbeit ist ein Stützpunktkonzept vorgesehen: In dem auf 4 Jahre angelegten Projekt werden 5 Stützpunkte in den Regionen Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster aufgebaut, in welchen Know-how gezielt entwickelt und für eine regionale Verbreitung vorbereitet wird. Das IPN koordiniert diese Entwicklung unter der Leitung von Prof. Reinhard Demuth, baut einen Server für entsprechende Unterrichtsmaterialien auf, gewährleistet die Lehrerfortbildung in Kooperation mit dem für Lehrerfortbildung zuständigen Landesinstitut (IQSH) und evaluiert die Arbeit.